Archive for Basics

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Sprossen

Sprossen

Sprossen

Superfood, Augenweide und Leckerbissen

Was ist so toll an Sprossen?

  • Sie wachsen in jedem Klima
  • Können jeden Tag „gesät“ werden
  • Sind Jahreszeiten unabhängig
  • Brauchen weder Erde, Licht oder Dünger
  • Sie sind reif in 3-5 Tagen und
  • verursachen keine Verschmutzung
  • Das Saatgut ist einfach und lange zu lagern
  • Und billig in der Anschaffung
  • Sprossen brauchen täglich nur 2-5 Minuten Aufwand und liefern
  • hochwertige Nährstoffquelle nicht nur für den Winter, sind
  • reich an Aminosäuren (auch essentiellen, z.B. Lysin), Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und sind
  • basisch

Warum sind Sprossen so gesund:

Das Saatgut, der Same ist das Survivalpackage für die zukünftige Pflanze. In ihm ist alles enthalten, was sie zum Keimen und Wachsen braucht. Beim Keimen werden Umbauprozesse in Gang gesetzt:

  • Proteine werde zu Aminosäuren zerlegt
  • Fette in Fettsäuren und
  • Komplexe Kohlenhydrate in Einfach und Zweifachzucker.
  • Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Enzyme werden leichter verfügbar.
  • Wenn die Pflanze weiter wächst, wird Chlorophyll gebildet, das der Pflanze die Photosynthese ermöglicht (aus CO2 und Wasser Zucker erzeugen) und beim Menschen entzündungshemmend, antiseptisch, probiotisch und desodorierend wirkt.

Wie zieht man Sprossen?

Man unterscheidet drei Phasen

  1. Aktivierung passiert beim Einweichen. Je nach Samen beträgt die Einweichdauer 8-24 Stunden. Als Faustregel kann man die kürzere Einweichdauer auf kleine und die längere auf größere Samen anwenden. Ab 12 Stunden Einweichen muss das Wasser gewechselt werden. Eine Prise Salz und einen TL Zitronensaft oder Apfelessig unterstützen die Aktivierung.
  2. Keimling: Wenn der Wassergehalt hoch genug ist (von ca 5-10 auf 70%), kann der Same keimen. Der Keimling enthält sowohl die ober- wie unterirdischen Teile. Wenn der Keimling größer wird, entwickelt er sich zur

Sprosse, die aus Keimblätter, Stängel und Wurzel besteht. Sie wird als Ganzes verzehrt. Wenn man weiter spült und wachsen lässt, entsteht

  • Mikrogrün, Grünkraut oder Gras

Was braucht man dazu

  1. Saatgut
  2. Wasser
  3. Luft
  4. Optimale Temperatur (20 Grad)
  5. Keimgeräte:      Sprossenglas

Sprossenturm (Etagenkeimgerät)

Sprossensack

Kressesieb

Kresseigel

Sprossensieb

Vlies, Küchenpapier, Watte

Weizengrassieb

Vollautomatisches Keimgerät

Nicht alle Geräte sind für alle Samen gleich passend. Schleimbildende Samen wie Chia, Leinsamen, Senf und Kresse kann man gut auf Watte, Vlies und Küchenrolle oder im Kressesieb oder Igel ziehen.

Bohnen enthalten Phasin, das allerdings im Laufe der Keimung abgebaut wird. Niemals vor dem 4. Tag ernten! Wer auf Nummer sicher gehen will, erhitzt die Sprosse vor dem Verzehr.  

Anleitung zum Sprossen ziehen

  1. Einweichen über Nacht; große Samen besser 24 Stunden lang, nach 12 Stunden Wasser wechseln
  2. 2 x täglich spülen und das überschüssige Wasser abtropfen lassen (45 Grad Winkel beim Aufstellender Gläser). Das Spülen ist notwendig, um die Samen zu befeuchten und die Ausbreitung von Keimen (Pilze, Bakterien) zu verhindern
  3. Dunkelkeimer im Dunkeln, Lichtkeimer im Licht. Im Glas soll die Luft zirkulieren können, das Glas darf nicht vollständig verschlossen sein. (Die Samen sind sehr duldsam, was Licht und Dunkelheit betrifft J)
  4. Nach 4-5 Tagen kann man die Sprossen ernten: Spülen und zur Desinfektion 5-10 Minuten im Wasser-Essigbad im Verhältnis 20:1 einweichen.
  5. Trocknen in der Salatschleuder oder gut abtropfen lassen (Sieb, Küchenrolle)
  6. Lagern im Kühlschrank in Behältern, die mit Küchenrolle ausgelegt und nicht luftdicht abgedeckt sind
  7. Sprossenzubehör desinfizieren und gründlich reinigen

Quelle und Buchempfehlung: Sprossen und Mikrogrün, Angelika Fürstler, Hans-Nietsch-Verlag

  • Basics
  • Portraits von A-Z
  • Rezepte
  • Sprossenguide Tabelle

Küchenhelfer: Kenwood Triblade

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Erst kürzlich haben wir uns einen neuen Pürierstab (+Zusatzausstattung) geleistet und ich bin wirklich schwer begeistert:

1) klassischer Pürierstab

2) Aufsatz zum Pürieren von Suppen

3) Aufsatz für Kartoffelpüree

4) Becher + Aufsatz zum Mixen (Schneebesen) und Trommelwirbel: Mein Lieblingsteil

5) großer Becher (ca 700ml) mit Hackmesser zum Zerkleinern (z.B. Kartoffeln für Puffer zerkleinern oder Wurzelwerk )

Der Vorteil gegenüber einer Küchenmaschine ist der geringere Platzverbrauch. Becher mit Hackmesser steht bei uns immer auf der Arbeitsfläche und ist somit immer einsatzbereit.

Keramikbeschichtete Pfannen

Keramikbeschichtete Pfannen

Wie ihr wahrscheinlich schon mitgekriegt habt, gehen  wir sehr sparsam mit Fett um. Deshalb ist es auch wichtig, für Gebratenes und Gebrutzeltes das passende Geschirr zu haben. Gewiss kennt ihr alle die antihaftbeschichteten Töpfe und Pfannen – angeboten in allen Varanten, Marken und Preisklassen. Meiner Erfahrung nach aber endet ihre Karriere immer gleich: Im Müll, weil diese Beschichtungen sehr kratzempfindlich sind und wenn einmal leicht beschädigt, ist ihr Untergang nicht mehr abwendbar…und es heißt außerdem, dass diese Beschichtungen gesundheitsschädigend sein sollen.

Wir haben nun also das Experiment „keramikbeschichtete Pfannen“ gewagt und sind voll begeistert! Es ist empfehlenswert, bei der Auswahl die Stärke des Bodens zu berücksichtigen, denn bei ausreichender Dicke wird die Hitze sehr gut gespeichert und ausgeglichen auf den Pfanneninhalt abgegeben. Die Reinigung ist auch super-easy!!!! Allerdings soll man auch hier nicht mit Scharfkantigem hantieren, um die Beschichtung zu schonen.

Binden und Eindicken

Die leichte und faule Variente ist Kartoffelüreepulver, das langsam untergerührt wird. ACHTUNG: NUR BIO-KARTOFFELPÜREEPULVER nehmen, weil das frei von unerwünschten Zusätzen ist.

Die gehaltvollere Variante ist eine „Einbrenn„. Für die Einbrenn läßt man in einer Pfanne Öl heiß werden (wir verwenden Rapsöl), dazu kommt klein gehackter Knoblauch. Wenn dieser sich zu färben beginnt, kommt das (Dinkel-Vollkorn-) Mehl dazu. Solange rühren, bis das Mehl hellbraun ist, Pfanne vom Herd nehmen und in ein sauberes Glas füllen. Im Kühlschrank hält diese Einbrenn locker ein paar Wochen und ist immer griffbereit, wenn es etwas „einzubrennen“ gibt (Suppen, Sauerkraut, Eintöpfe usw.).

Mengenangaben in den Rezepten

Euch wird aufgefallen sein, dass ich kaum Mengenangaben bei den Rezepten mache. Aus gutem Grund:

1) Es soll eurem Geschmack überlassen werden, in welchem Verhältnis ihr die Zutaten verwendet. Habt ihr große Lust auf mehr Gemüsiges, so wird der Gemüseanteil höher ausfallen als der des Getreides oder der Nudeln. Habt ihr richtig Kohldampf, werden mehr Nudeln in die Krautfleckerl kommen.

2) Ein weiterer Grund ist Flexibilität: Wenn eure Lebensmittel- und Gemüsevorräte gerade  die erwünschte Zutat nicht in ausreichender Menge vorweisen, kann  z.B. aus einem Kürbis- Karottengemüse ein Kürbisgemüse werden.

3) Salate, Soßen und „Motz“ sind einfach nur Vorschläge, die ihr nach Belieben variieren oder ganz weglassen könnt. Wem unsere Rezepte zu wenig üppig sind: Ihr könnt sie selbstverständlich nach eigenem Geschmack auffetten (Öl, Sojacuisine, Sojarahm)

4) Wir verwenden relativ wenig Zwiebeln und Knoblauch (die Klassiker einmal ausgenommen). Alle Rezepte funktionieren sowohl mit als auch ohne Lauchgewächse. Alternativ zu Zwiebeln/Knoblauch nehme ich häufig ein Karotten-Selleriegemisch (sehr klein gehackt).

Wie wir kochen

Unser Motto: SCHNELL und GESUND

Aus diesem Grund mögen die Rezepte sehr minimalistisch erscheinen, was dem guten Geschmack aber keinen Abbruch tut. Schnelligkeit erreichen wir durch einfache Rezepte mit wenigen Zutaten UND durch das Benutzen von Schnellkochtöpfen.

 

Unser Kochprinzip ist ein MODULSYSTEM

Basis einer jeden Speise sind Kohlenhydrate, also Erdäpfel, Naturreis (im Ausnahmefall kann es auch einmal ein weißer sein), Hirse, Rollgerste, Dinkel (-Reis) usw..SIE machen satt und glücklich und sind der Hauptenergielieferant. Der zweite gewichtige Bestandteil ist Gemüse (+Obst) in den unterschiedlichsten Zubereitungsvarianten. Obst und Gemüse liefern Vitamine, Ballaststoffe, Antioxidantien und vieles mehr, was wir für die Erhaltung unserer Gesundheit brauchen.Last but not least kommt nach Belieben und Bedarf „Motz“ (von „aufmotzen“). Motz (gebratener Räuchertofuo, Kaminwurzn, Sojajoghurtsoße, veganes Schlagobers, Sojaschnitzel usw) macht das Essen abwechslungsreich und lustig. Genau genommen ist er nicht notwendig und kann weggelassen bzw. variiert werden.