Archive for Author Andrea Wittmann

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Rotkraut mit Kartoffelpuffern

Rotkraut mit Kartoffelpuffer

Dieses Gericht braucht zwar etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit, ist aber eine ausgesuchte Gaumenfreude.

Für das ROTKRAUT eine Zwiebel schneiden und in wenig Fett anrösten, einen Teelöffel Zucker dazugeben und den Zucker karamelisieren lassen. Bevor das ganze verbrutzelt, klein geschnittenes Rotkraut (bequemer als Schneiden ist eine Küchenmaschine oder Kenwood) dazu geben und mitdünsten lassen. Da ist es klug, die Herdplatte etwas zurückzuschalten. Wenn das Kraut angedünstet ist und die Flüssigkeit verdampft ist, mit einem Schuss Essig löschen, Kümmel dazugeben und dann mit etwas Wasser aufgießen, um das Kraut fertig zu garen. Eine geriebener Apfel harmonisiert toll mit dem Rotkaut. Wer hat, kann auch einen Schuss Apfelsaft dazugeben. Aber es schmeckt auch ohne Apfel und ohne Apfelsaft.

KARTOFFELPUFFER:

Kartoffeln schälen und reiben oder in der Küchenmaschine klein machen. Die ganze Masse portionsweise mit den Händen auspressen und die Flüssigkeit auffangen.  Die gesammelte Flüssigkeit etwas stehen lassen und dann vorsichtig abgießen: am Boden der Schüssel hat sich die Stärke abgesetzt, die jetzt zu den Kartoffeln gegeben wird. Salzen und pfeffern und wer es deftiger mag, kann gerne Knoblauch oder andere Gewürze hinzufügen.

Eine (Keramik-) beschichtete Pfanne heiß werden lassen, mit wenig Fett auspinseln und einen Teil der Masse für den Riesenpuffer ca 1cm dick in der Pfanne auftragen. Das ganze etwas anpressen, damit es kompakter wird. Deckel drauf und braten lassen. Nach ca 3-5 Minuten wenden und mit Deckel drauf fertig braten lassen. That´s it! Mahlzeit!

Esthers göttliche Kürbissuppe

Esthers Kürbissuppe

Einfach und  köstlich= einfach köstlich!!!!

Eine Zwiebel schneiden und in wenig Fett anrösten, einen Apfel (leicht säuerlich wenn vorhanden) zerkleinern und mit ca 1kg in Würfel geschnittenen Kürbis (idealerweise Hokkaido, den muss man nicht schälen) dazugeben und mit 1 Liter Wasser aufgießen und weich kochen lassen. Das dauert je nach Größe der Kürbisstücke 10-15 Minuten. Mit dem Pürierstab zerkleinern, salzen und pfeffern und FERTIG! Guten Appetit!

Wer mag kann natürlich mit Sojacuisine oder Sojarahm auffetten, aber eigentlich ist das überhaupt nicht notwendig, so lecker schmeckt es. Danke Esther für das tolle Rezept!

Laktosefrei – ein Qualtitätsmerkmal?

im Kühlregal: Links und rechts außen Sojaprodukte, in der Mitte großflächig laktosefreie Milchprodukte

Links und rechts außen Sojaprodukte, in der Mitte großflächig laktosefreie Milchprodukte

Viele Milchprodukte werden seit geraumer Zeit „laktosefrei“ angeboten. – Was steckt dahinter?
Laktose und Laktase:
Laktose ist das Kohlenhydrat der Milch von Säugetieren (einschließlich Mensch). Sie ist ein Zweifachzucker, der aus Glukose und Galaktose besteht. Um Laktose aufzuspalten, bedarf es eines Enzyms namens Laktase.
Säuglinge sind mit diesem Enzym ausgestattet, damit sie die Muttermilch verdauen können . Bei den meisten Menschen weltweit und einer erheblichen Anzahl der Europäer wird im Erwachsenenalter keine Laktase mehr produziert. Die so genannte Laktoseintoleranz ist in den meisten Teilen der Welt ein völlig normaler Zustand, der niemanden stört, so lange man nicht auf die Idee kommt, im Erwachsenenalter Milch oder Milchprodukte einzunehmen. Bei Laktoseintoleranz kann der Milchzucker nicht aufgespalten werden, was zu Durchfall, Blähungen, Völlegefühl und dergleichen führt. Weiß man über seine eigene Intoleranz Bescheid, kann man theoretisch (und viele machen es auch praktisch) das Enzym Laktase in Tablettenform zuführen und der Laktoseverdauung steht nichts mehr im Weg.
Nun ist es aber so, dass bei uns in der westlichen Welt Milch und Milchprodukte als sehr wertvoll und unentbehrlich verkauft werden. Da ist es natürlich sehr störend, wenn Menschen diese Produkte nicht mehr gut vertragen. Deshalb haben findige Leute nach Methoden gesucht, die für einen Großteil der Menschen schwer verträglichen Milchprodukte bekömmlicher zu machen.
– Bei laktosefreien Produkten wurde die Laktose mittels künstlicher Enzymzufuhr bereits in der Milch aufgespalten. Der menschliche Körper nimmt mit der laktosefreien Milch Glukose und Galaktose auf. Die Galaktose selbst kann vom menschlichen Körper nicht verwertet werden und muss erst in der Leber zu Glukose umgebaut werden. GALAKTOSE steht im Verdacht, maßgeblich an Linsentrübung und weiblicher Unfruchtbarkeit beteiligt zu sein: Egal ob wir den Milchzucker nun selbst aufspalten können oder nur mit Unterstützung von äußerlich zugeführten Enzymen, die Mengen an Galaktose, die Milch freisetzt, sind der Gesundheit nicht dienlich.
Wer Milch schlecht verträgt, ist mit den pflanzlichen Alternativen wie Soja-, Hafer- oder Reismilch besser dran als mit laktosefreier Milch. Damit vermeidet man auch die anderen Gesundheitsrisiken, die mit dem Konsum von Milch verbunden sind, wie z.B. das erhöhte Krebsrisiko. Wer die tierquälerischen und umweltzerstörenden Bedingungen heutiger Milchwirtschaft nicht mittragen will, greift ohnehin nur zu den pflanzlichen Alternativen.

Laktosefreie und Soja Produkte

Laktosefreie und Soja Produkte gemeinsam im Regal: jetzt bloss nicht danebengreifen!

Szegedinergulasch

Szegedinergulasch

Ein Klassiker!

Zwiebel und Knoblauch schneiden und in wenig Fett anrösten. 1- 3 Teelöffel Paprikapulver-edelsüß kurz mitrösten lassen (Vorsicht!!! nicht zu lange rösten, sonst wird der Paprika bitter) und mit Wasser aufgießen. Das Sauerkraut und eventuell eine paar Stücke Karotten und Sellerie dazugeben. Ein Esslöffel Tomatenmark und etwas Kümmel runden das Ganze ab.

Eigentlich wären das schon alle Zutaten, aber wir mögen es total gern mit Erdäpfel und geben nach Belieben geschälte und geviertelte Erdäpfel dazu. Im Druckkochtopf ca 10-15 Minuten kochen lassen. Ohne Druck ca eine halbe Stunde köcheln lassen. Abschließend noch mit Salz abschmecken und fertig!

Wer es lieber ohne Erpfis und stattdessen mit Knödeln mag:

2 Semmeln würfelig schneiden und in einer Schüssel mit 3 gehäuften Esslöffeln (Dinkel-Vollkorn) Mehl, einer Prise Kurkuma (der färbt das ganze ein wenig gelb ein), etwas Salz, wenn vorhanden Petersilie (Tiefkühl-) und einer Sojamilch-Wasser Mischung verkneten, sodass ein kompakter und formbarer Gatsch daraus wird. Etwas durchziehen lassen und dann Knöderl machen.

Diese Knöderl (von 2 Semmeln werden es 5 kleine) einfach in den Topf mit dem Szegediner legen mitdämpfen lassen, oder in einem Extratopf ca 15 Minuten sanft köcheln.

 

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe

Nach Belieben Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schneiden und in wenig Fett anbraten. Währenddessen Kartoffeln schälen (bei Bio-Erpfis nicht notwendig) und in Scheiben oder Würfel schneiden. Wenn Zwiebel und Knoblauch etwas Farbe haben, Kartoffeln dazugeben, kurz mitrösten und dann mit Wasser aufgießen.

Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer (viiiiiel) Majoran und wer Lust hat, kann noch Lorbeerblatt und Liebstöckl dazugeben. Im Druckkochtopf 5 Minuten, ohne Druck 15 Minuten köcheln lassen und danach nach Bedarf binden („Fixeinbrenn“ selbstgemacht oder Biokartoffelpüreepulver). Wer will, kann noch mit Sojacuisine oder Sojarahm verfeinern („auffetten“).

Reis ohne Fleisch

Reis ohne Fleisch

Eine kleine Zwiebel schneiden und mit ein paar Karotten und einem Stück Zeller in wenig Fett anbraten. Eine Tasse gewaschenen Naturreis dazugeben und mit 2 -3 Teelöffel Paprikapulver und Salz würzen. Noch schnell ein bisschen anbraten lassen (aber bitte nicht zu lang, weil sonst der Paprika bitter wird) und dann mit der eineinhalb-fachen Menge Wasser aufgießen und fertig dünsten lassen. Im Druckkochtopf sind das ca 25 Minuten, ohne Druck ca 50 Minuten. Dazu passen supergut Essiggurkerl und /oder ein Salat. (Wir haben auf dem Foto Käferbohnensalat)

Neujahrsvorsätze: Jede vegane Mahlzeit zählt

Für alle, die noch nicht vegan leben und sich für das neue Jahr etwas vornehmen wollen, haben wir hier einen Vorschlag für einen Neujahrsvorsatz:

Aufhören, Fleisch und tierische Produkte zu konsumieren.

Das nützt Deiner Gesundheit, der Umwelt und erspart vielen fühlenden Wesen ein qualvolles Dasein und einen grausamen Tod.

Vielleicht scheint Dir dieses Ziel zu groß und schwer erreichbar.

Dann ermutige Dich selbst, Dich so oft wie es Dir eben möglich ist, für eine vegane Alternative zu entscheiden. Der Wunsch, dies tun zu wollen, ist die Wurzel und Ursache für die Umsetzung.

Zur Inspiration können Dir Bücher dienen (Peacefood eignet sich hervorragend dazu), oder die Vorstellung, wie vielen Tieren Du dann – hochgerechnet auf ein Jahr – das Leben rettest, indem Du tierfrei isst.

Oder wenn Dich der Gedanke an die eigene Gesundheit mehr motiviert, freu Dich bei jeder veganen Mahlzeit darüber, wie sie Deinem Körper gut tut!

Und natürlich kann auch die Freude über das gute vegane Essen, die sinnliche und geschmackliche Vielfalt eine Quelle der Inspiration sein.

Und am Wichtigsten: gib den Wunsch nicht auf und verzweifle nicht, wenn Du doch einmal Fleisch oder Tierprodukte zu Dir nimmst, sondern freu Dich über jede vegane Mahlzeit – besonders auf die nächste!

Mach es einfach so wie unser Katz 😉

Katzjedev

Quinoa mit Erbsen und Frisee-Salat

Quinoa mit Erbsen

Quinoa waschen und mit der doppelten Menge heißem Wasser aufgießen. Nach dem Aufkochen auf kleine Flamme zurückschalten und ca 15 Minuten garen lassen. Gegen Ende der Garzeit salzen.

Für die Erbsen nach Lust und Laune Tiefkühlerbsen separat ein paar Minuten kochen. Man kann Erbsen und Quinoa vermischen oder nebeneinander anrichten. Gut passt etwas gebratener Räuchertofu als Motz dazu.

Den Salat waschen, schneiden und mit einer Marinade aus Salz, Leinöl und Balsamicoessig mischen. Ganz super dazu sind Kerne (Sonnenblumen, Kürbiskerne, Sesam, Soja,…) und/oder Nüsse.

Weltfrieden

Weltfrieden

Zu Weihnachten ist es für eine kurze Zeit auch gesellschaftlich und medial vertretbar, sich für etwas so scheinbar Illusorisches einzusetzen wie den Weltfrieden.

Wie wäre es, wenn wir  die Gunst der Stunde nutzten und damit einfach nicht mehr  aufhörten!

Aber wie können wir das anstellen? Eine wunderbar einfache Richtschnur ist für mich der Vorsatz:

Ich möchte keinem Lebewesen schaden.

Das beginnt bei einem liebevollen und respektvollen Miteinander mit Partner, Familie, Freunden und Arbeitskollegen. Das fließt ein in die Art, wie wir mit Lebewesen umgehen, die uns üblicherweise egal sind. Und das soll auf den Umgang wirken, den wir mit unseren „Feinden“ pflegen. Jede Handlung hat ihren Ursprung in einem Gedanken. So können wir jeden Gedanken darauf überprüfen, ob er unserem Vorsatz widerspricht, niemandem schaden zu wollen.

Diese Absicht, nicht schaden zu wollen, hört nicht bei den Menschen auf. Tiere sind genauso wie wir: Sie wollen Leiden vermeiden und glücklich sein. Darin unterscheidet uns rein gar nichts.

Mit einer rein pflanzlichen Ernährung können wir viel Leiden verhindern.

Wir können gemeinsam alles in unseren Kräften stehende  tun, um den fühlenden Wesen zu helfen!

 

China Study

China Study

Eines der interessantesten und großartigsten Bücher EVER!!! Ein Buch, das langfristig die Welt verändern wird, weil die Ergebnisse bahnbrechend sind!

T. Colin Campell, ein renommierter amerikanischer Ernährungswissenschaftler, hat die weltweit größte und am längsten dauernde Ernährungsstudie geleitet und ist zu umwerfenden Ergebnissen gekommen.

Koninentübergreifend (Amerika- China) wurden über 3 Jahrzehnte lang das Essverhalten und parallel dazu gesundheitliche Parameter beobachtet und in Relation gesetzt:

Herkömmliche Ernährung, die Fleisch und Milchprodukte beinhaltet , steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Entstehen von Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes, kronaren Herzerkrankungen, Adipositas und Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose und Rheuma.

Zum ethischen Aspekt gesellen sich nach dem Lesen dieses Buches also auch  gesundheitliche Argumente für eine rein pflanzliche Ernährung.

Habt keine Angst, dass euch eine trockene, in ödem Fachchinesisch verfasste Studie erwartet! Campbell versteht es wie ein routinierter Thrillerautor, seine Leser mitzureißen.

Er präsentiert nicht nur die Ausgangsbedingungen und Ergebnisse seiner Forschungen, sondern erzählt seine Geschichte, wie er auf Grund von Untersuchungen, die nicht zu den gängingen ernährungswissenschaftlichen Annahmen passten, Schritt für Schritt seine eigenen Thesen entwickelte und wie er dazu kam, Langzeitstudien mit großen Populationen durchzuführen. Und schließlich äußerst spannend, wie sich die Auseinandersetzung mit dem – maßgeblich von der US-Agrarindustrie finanzierten – wissenschaftlichen Establishment gestaltete. Und das liest sich wirklich wie ein Krimi!

Wer sich gründlich über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit informieren möchte, kommt in diesem Buch nicht vorbei.

 

 

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